Noch bis vor kurzem waren DNA-Spuren das Mittel um jeden Täter zu finden und nun dieser Skandal : Baden-Württembergs Justizminister hält das Rätsel um das “Heilbronner Phantom” für gelöst. Wahrscheinlich steckt hinter der vermeintlichen Serienverbrecherin lediglich eine Wattestäbchen-Panne. Nun muss die Polizei ihre Materialbestände durchforsten. Und Kriminalbeamte fordern ein Gütesiegel für DNA-Analysen.
Die an Dutzenden Tatorten gefundenen DNA-Spuren des „Phantoms von Heilbronn“ stammten vermutlich nicht von der angeblichen Serientäterin und Polizistenmörderin, sondern seien eher auf Verunreinigungen von Wattestäbchen der Spurensicherung zurückzuführen: Dies habe „eine hohe Plausibilität“, sagte Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll (FDP). Er stelle sich darauf ein, dass es tatsächlich so war. „Das hätte natürlich nicht passieren dürfen“, sagte Goll
Aber es ist nun mal passiert – peinlich für die Polizei, aber das sind ja auch nur Menschen und irren ist ja bekanntlich menschlich! Die Folge dieses Fauxpas werden sicherlich unzählige Anzweiflungen von DNA- bzw. Vaterschaftstest sein, schleißlich räumte dieser Fehler jetzt endgültig mit dem Irrglauben „DNA-Tests seinen unanzweifelbar“ auf. Und Wattestäbchen werden wohl künftig auch ersetzt werden müssen, wie folgender Ausschnitt einräumt: „Die bereits vorhandenen Wattestäbchen werden zur Spurensicherung nicht mehr eingesetzt. Die Polizei ermittelt auch bei allen mit dem Wattestäbchenhersteller beteiligten Firmen. „Wir versuchen die Herstellungswege und -stationen der Wattestäbchen nachzuvollziehen. Die Komponenten stammen nicht vom ein- und demselben Hersteller“, sagte Haug.“
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