Übertriebene Normvorstellungen

Meinungsfreiheit wird heute als Selbstverständlichkeit betrachtet, jedoch wird nicht so mit ihr umgegangen. Es wird die Meinung der breiten Masse, der Medien oder Regierung angenommen. Sie wird zur Norm und gilt als richtig, ohne hinterfragt zu werden und letzten Endes ist Meinungsfreiheit erlaubt, aber unbedeutend!
Sieht jemand, wie absurd das Christentum ist, so wird er Ketzer. Sieht jemand, wie grauenvoll die Folgen des Krieges sind, so wird er Pazifist. Sieht jemand, wie das Volk durch die Mächtigen ausgebeutet wird, so wird er Sozialist oder Kommunist. Sieht jemand, daß sein Volk durch den Zuzug von Ausländern bedroht ist, so wird er Nationalist. Sieht jemand, welche Privilegien er durch den Kommunismus verlieren könnte, so wird er ein Gegner des Kommunismus. Sieht eine Frau, wie sie benachteiligt wird, so wird sie Feministin.Die meisten Wahrnehmungen von Außenseitern sind tatsächlich wahr. Das Christentum ist absurd. Der Krieg ist grauenvoll. Das Volk wird von den Mächtigen ausgebeutet… und so weiter ……!

Wie ergeht es aber jemanden, der eine solche Außenseitermeinung hat ? Wird er ernst genommen ? Wird versucht, seine real existierenden oder auch nur eingebildeten Probleme zu lösen ? Eindeutig nein. Es wird ihm klargemacht, daß er böse ist, spinnt, überdreht ist oder keine Ahnung hat.Im Modernen Sprachgebrauch heißt das “Ausgrenzen“. Man darf diese Wahrnehmungen und die daraus resultierende Meinung einfach nicht haben.Aber auch, wenn alle sagen, daß man spinnt oder böse sei, so bleiben doch die eigenen Wahrnehmungen und die kann einem keiner nehmen. Früher oder später kommt es zur Trotzreaktion. Die Außenseitermeinung wird extrem. Lange genug hat man sich mit dem Thema beschäftigt. Lange genug hat man es im Guten versucht, hat diskutiert und versucht zu überzeugen, aber man wurde nicht gehört und sobald man schreit um gehört zu werden ist man Extremist!

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